Weltreise_Myanmar_Bagan089

Das wundervolle Bagan

Hallo liebe Urlaubsbaristen,

Nach dem beeindrucken Besuch des Chindorf, machten wir uns auf die Reise nach Bagan. Leider war die günstigste Alternative auch die Anstrengendste. Wir mussten um 09:00h morgens mit dem Bus nach Kyauk Padaung fahren und kamen gegen 2Uhr morgens dort an.

Aber von vorne: Der nette Mann von der Rezeption hat uns zum Abholpunkt des Busses gebracht. Hier standen wir pünktlich um 08:50h und wir warteten und warteten. Inzwischen 9:45h. Okay, wir wussten, dass die Busse in Myanmar nicht immer die Pünktlichsten waren. Aber 45min? Seltsam. Ich joggte schnell wieder zum Hotel und der nette Junge sagte mir, dass der Bus auf dem Weg sei. Zwischenzeitlich hielten gefühlt 100 Locals an und fragten: „Where you go?“. Das schwierige an der Situation ist, auf dem Bus stehen nur burmesische Zeichen drauf, die wir nicht lesen konnten. Also verglichen wir die Zeichen auf unserem Ticket mit dem Bus. Schließlich, nach einer gefühlten Ewigkeit (es war inzwischen 10:30h), kam der Bus. Uns wurden direkt die vordersten Sitze freigemacht und wir saßen direkt am Kühlschrank, so dass wir unsere Getränke kühlen konnten.

Es folgte eine fast 16 Stündige Busfahrt nach Kyauk Padaung mit Pausen. Die Strecke war unglaublich anstrengend, aber dafür sehr Abwechslungsreich. Wir fuhren über Holzbrücken, wo der Bus gerade so drauf passte, Autofähren – wo die Autos so eng an einander parkten, dass keine Türe mehr aufging und Serpentinen, an denen wir einen schönen Sonnenuntergang sahen. Eins sei vorweggenommen, auf sämtlichen Busfahrten in Myanmar hatten wir Einheimische, die in unseren unmittelbaren Umgebung saßen, die Ihr Essen nicht inne halten konnten.

Endlich kamen wir um 2Uhr morgens an unserem Zielort an. Wir wurden direkt in Empfang genommen, dass gleich ein Bus nach Nyaung U kommt (der beste und günstigste Startpunkt für die Tour durch die Tempel von Bagan) für 2,80€ pro Person. „Ja cool, dann warten wir auf diesen.“ In der Zwischenzeit unterhielten wir uns mit einem französischen Pärchen, welches auch eine Weltreise hinter sich hat und für die es nach Myanmar nach 28 Monaten zurück in die Heimat geht. Ein weiteres Backpacking Pärchen auch China wartete auch auf den Bus. Precilla und Johnson. Es sind Spitznamen, weil ihre eigentlichen Namen keiner aussprechen konnte J.

Als der Bus endlich kam, wurde uns gesagt, dass kein Platz mehr verfügbar wäre. So wollten wir uns ein Taxi teilen, aber wir konnten uns nicht auf den Preis einigen. Plötzlich schien doch wieder ein Bus für Alle verfügbar zu sein. Sehr seltsam. Da wir 5km vor Nyaung-U Downtown rausgeschmissen wurden und inzwischen 4Uhr war, mussten wir auch noch mit den Taxifahrer um den Preis feilschen. Taxifahrer nennen immer Preise die total utopisch sind und zu dem wird der Preis pro Person bezahlt.

Zum Glück hatten wir unser Hotel vorab gebucht. Wir kamen an und wollten einchecken. Der gute Mann an der Rezeption schaute uns komisch an und sagte, er hätte keine Reservierung. Ich zeigte Ihm meine Bestätigungsmail und er suchte weiter. Letztendlich wollte er uns ein Zimmer mit Gemeinschaftsbadezimmer anbieten, welches wir verneinten, da wir dieses nicht gebucht hatten und zudem das Gemeinschaftsbadezimmer unglaublich dreckig war. Er sagte, wir sollen warten. Wir schliefen 2 Stunden in der Eingangshalle des Hotels und als das Personal gewechselt hatte, gingen wir nochmals zur Rezeption. Die Dame konnte genauso schlecht englisch und bot uns das Gleiche an, wie der Herr davor. Wir entschieden uns, es zu stornieren und suchten uns ein neues Hotel. Das ging relativ fix und dies hatte uns netter in Empfang genommen, als das vorher gebuchte und war letztendlich sogar günstiger.

Den Tag gingen wir sehr behutsam an, weil wir von der Busfahrt kaputt waren: Frühstücken, Schlafen, ein wenig in der Gegend rumlaufen.

An den nächsten Tagen nahmen wir uns vor, die Tempel von Bagan zu besichtigen.

Am ersten „richtigen“ Morgen klingelte der Wecker um 5Uhr und wir wollten den Sonnenaufgang sehen. Mit dem Fahrrad ist es um die Zeit fast unmöglich, weil die Strecke ca. 6km ist und es ist morgens noch sehr frisch in Bagan, was natürlich die tolle und nebelhafte Stimmung verursacht. Also nahmen wir einen Elektroroller für 8000 Kyat (5,60€)  und fuhren los. Es sei gesagt, ich saß vor einem halben Jahr für 5 min auf einem Roller und bin nur geradeaus gefahren. Also ich bin in meinem Leben noch nie wirklich Roller gefahren. Da wir aber keine Zeit hatten und der Sonnenaufgang nicht auf uns wartete, nahm ich meinen Mut zusammen und wir fuhren einfach los. Es war Dunkel und noch nicht viel los auf der Straße. Ein guter Zeitpunkt zum Üben. Zum Glück war die Strecke fast nur gerade aus.

Da wir gar keine Orientierung hatten, hielten wir kurz an, um auf die App MapsMe zu schauen. Zur gleichen Zeit sprach und ein netter Einheimischer an und zeigte uns einen Platz für den Sonnenaufgang. Im Stockdunkeln – nur mit Handylampe bewaffnet – ging es einen schmalen Gang eines Tempels nach oben. Die ersten Leute saßen bereits dort und warteten gespannt auf den bevorstehenden Sonnenaufgang. Es war ein wunderschönes Naturschauspiel und man konnte den Ballons zu zusehen, wie sie hinter den Tempeln und im Sonnenlicht verschwanden.

Wir fuhren zurück und frühstückten erstmal und in dieser Zeit wurde unser Elektroroller geladen. Aus dem Grund entschieden wir uns 2000Kyat (1,40€) mehr zu zahlen, als übliche Straßenpreise, weil wir den Luxus hatten, dass unser Hotel die Roller zwischendurch wieder auflädt, wenn wir Pause machten. Die Preise der E-Roller schwanken zwischen 5000-10000 Kyat (3,50€ -7€).

Mit Hilfe der App „MapsMe“, machten wir uns die nächsten Tage wieder auf den Weg, um Tempel zu entdecken und besichtigen. Dabei waren wir bei den großen und touristischen Tempel und bei den kleinen, abgelegenen, nicht so touristischen Tempeln. Uns persönlich haben die Kleineren besser gefallen, da diese nicht überlaufen waren. Aber jeder Tempel hat seinen eigenen Charme, bei dem einen sind die Wandmalereien gut erhalten, bei dem anderen sind schöne Buddhafiguren. Wir fuhren zwei Tage lang mit dem E-Roller und einen Tag mit dem Fahrrad, was wesentlich anstrengender war.

Wir erlebten tolle Tage, an denen wir einen Sonnenaufgang und 3 Sonnenuntergänge geschaut haben und es uns sonst auch gut gehen lassen haben. Wir hatten keine Lust mehr auf asiatisches Essen und da Bagan der Haupt-Touristenspot ist, kann man hier auch westlisch essen. Wir aßen in der Zeit: Pizza, Hamburger und Pancakes J. Den besten Burger gibt es bei Wheatherspoon. Die beste Pizza bei „La Pizza“. Lustig zu beobachten war, dass diagonal zu La Pizza ein weiterer Italiener „La Terraza“ war, der „zufälligerweise“ die gleichen Pizzen anbot wie das La Pizza nur zu höheren Preisen. Wir stellten fest, dass das La Pizza die Pizzen für das La Terraza machte und diese in den Hintereingang des Restaurants brachte.

Unsere Sonnenuntergänge schauten wir an folgenden Tempeln:

  1. Shwe San Daw Phaya

Der Tempel, der von jedem genannt wird für den schönsten Sonnenauf- und untergang. Wir haben uns hier nur den Sonnenuntergang angeschaut, weil hier so eine krasse Menschenmenge war, was echt nicht mehr schön war. Wir quetschten uns dennoch nach ganz oben. Uns war die Menschenmenge in dem Augenblick egal. In der Zeit, in der wir dort oben standen, habe ich mindestens 4 Leuten aus versehen auf den Kopf gehauen, als ich ein Foto schoss und danach meine Hände runter nahm.

  1. Tempel westlich auf Hauptstraße vom Htilominio Tempel

Von diesem Tempel, wissen wir leider den Namen nicht, aber hier hatten wir den ruhigsten Sonnenuntergang und unserer Meinung nach eine bessere Sicht als auf der Shwe San Daw Pagode. Wir waren hier eine ganze Zeit alleine und später kamen nur noch 5 weitere Personen. Hier war eine total tolle Stimmung.

  1. Pyathada Paya Pagode

Aus unserer Sicht der bester Blick zum Sonnenuntergang, leider auch überlaufen, aber man hat hier noch mehr Platz als auf der Shwe San Daw. Nach dem Sonnenuntergang sollte man sich sehr viel Zeit nehmen, da nur ein kleiner schmaler Gang nach oben und unten führt und alle Leute gleichzeitig runter wollen. Das ist nichts für Menschen die Platzangst haben. Man sollte sich die Zeit nehmen und warten, bis alle weg sind. Dies ist wesentlich entspannter und die Straßen sind dann auch leerer. Die Fahrt mit dem E-Roller ist etwas schwieriger, da hier sehr sandige Wege sind.

Bagan hatte soviel zu entdecken, dass man hier noch stundenlang weiter schreiben könnte, aber die Bilder und Worte können einfach die zauberhafte Atmosphäre von Bagan nicht beschreiben. Es ist ein Muss für jeden Myanmar Urlauber Bagan zu besuchen. Leider ging für uns diese Zeit auch zuende, aber wir freuten und schon auf die nächsten Highlights, denn morgen früh geht unser Bus nach Kalaw zur 70km Trekking Tour zum Inle Lake, aber…

 

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Hallo, ich bin Christian und liebe es zu Reisen und verschiedene Kuluturen Festzuhalten. Ich fotografie unglaublich gerne auf Reisen und hoffe Euch viele tolle Eindrücke auf Momentaufnahmen zu zeigen. Ich freue mich, meine Erlebnisse und Tipps&Tricks mit Euch zu teilen.

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