Weltreise_Laos_Grenze_Slowboat022

Von Chiang Rai nach Laos und weiter mit dem Slow Boat nach Luang Prabang

Hallo liebe Freunde,

Nach einem Frühstück bei 7-Eleven (Ham+Cheese Sandwich aus dem Sandwichmaker) für 50 Cent nahmen wir am Busbahnhof T1 ein Sammeltaxi für 20 Baht zum Busbahnhof T2 (5km außerhalb). Natürlich versuchten die Fahrer uns die Fahrt teurer zu verkaufen, also für das 4-fache. Man sollte sich nicht darüber ärgern, denn es bringt ja auch nichts. Schon am Tag zuvor haben wir am Busbahnhof T2 die Tickets reserviert, da wir einen guten Platz im Bus haben wollten. Letztendlich saßen wir nur zu fünft im Bus und konnten uns kaum entscheiden wo wir uns hinsetzen sollten. Dass der Bus so leer war, konnten wir uns nur so erklären, dass diese Variante über die Grenze zu reisen noch nicht so publik ist. Tatsächlich hörte ich, dass es erst seit 2015 möglich sei, mit ein und dem selben Bus aus Thailand auszureisen und in Laos einzureisen. Darum berichte ich euch nun von der einfachsten und billigsten Möglichkeit von Thailand nach Laos zu reisen:

In Chiang Rai sollte man ab 9 Uhr am Busbahnhof Terminal 2 sein, um ein Ticket für 220 Baht zu kaufen. Lasst euch nicht von der Aufschrift Bokeo irritieren, es ist ein Bezirk von Huay Xia.


Der Bus fährt um 10 Uhr ab. Solltet ihr in der Zwischenzeit ein bisschen rumlaufen wollen, ist die Dame am Schalter so nett und stellt eure Rucksäcke bei sich im Büro unter. Das besondere an diesem Bus ist, dass er bei der Ausreise aus Thailand wartet, dann fährt er weiter zur Grenze von Laos und wartet auch hier bis man am Schalter alle Formalitäten zur Einreise getätigt hat und fährt letztendlich bis zum Busbahnhof in Huay Xai. Bislang war die Einreise über Land wesentlich komplizierter und man musste von Bus zu Tuk Tuk und von Tuk Tuk zu Bus wechseln. Insgesamt dauert die Fahrt 3,5 Stunden und alles hat einwandfrei geklappt.

Ausreise Thailand:

Du zeigst deinen Reisepass und deine Departurecard (bekommt man bei Einreise nach Thailand) vor. Man bekommt einen Stempel in den Reisepass und das war es schon.

Einreise Laos: Zuerst wechselte der Bus von der linken Straßenseite auf die rechte Straßenseite (das haben wir den Franzosen zu verdanken). Beim Schalter in Laos musst du dann deinen Reisepass und ein Passfoto abgeben. Am nächsten Fenster werden die Gebühren für das Visa kassiert mit 30$. An Feiertagen und Wochenenden wird eine Servicegebühr von 1$ (oder 40 Baht) verlangt. Nachdem man seinen Reisepass zurück hat, gibt es die Möglichkeit restliche Baht in Kip zu tauschen. Die Bushaltestelle ist 5km vom Zentrum entfernt und diese Tatsache nutzen die Tuk Tuk Fahrer aus. Wir bezahlten 10000 kip (ca. 1,15€) pro Person und wir waren zu fünft.

Im Zentrum von Huay Xai angekommen, verabredeten wir uns mit den anderen Reisenden auf ein erstes laotisches Bier…läuft! Ein Pärchen aus Österreich hat das Flight of the Gibbons Ziplining gebucht, welches die besten Ziplines von ganzen Südostasien haben soll. Gerne hätte ich das gemacht, aber mir war es einfach zu teuer mit 200$ für 2 Tage. Doch jeden den ich treffe und der es gemacht hat, war absolut begeistert. Dann war auch noch Thomas aus Dresden mit in der Runde. Er hatte auch vor die 2 Tage mit dem Slow Boat nach Luang Prabang zu fahren. Auf dem Weg zum Hotel entdeckten wir eine Treppe, die hoch zu einem Tempel führte. Neugierig machten wir uns an den anstrengenden Aufstieg. Und wie fast immer wurde die Anstrengung mit einem tollen Ausblick belohnt. Wir blickten über den Mekong und konnten in der Ferne Thailands sehen. Seitlich am Tempel saß ein junger Mönch. Er machte einen offenen Eindruck, so setzten wir uns zu ihm. Wir versuchten uns mit ihm zu unterhalten. Es war witzig, denn die Antwort auf fast jede Frage beantwortete er mit “one year”. “Haben die unterschiedlichen Farben der Mönchskutten eine Bedeutung?” Er lächte, nickte und sagte: “one year” Wir sind zwar nicht schlauer geworden, aber es war süß wie freundlich er war und wie er sich bemüht hat.

Früh morgens um 8 Uhr trafen wir uns mit Thomas um gemeinsam zum Bootsanleger zu laufen. Es ist ratsam möglichst früh am Ticketschalter die Tickets zu kaufen, damit man einen guten Platz möglichst weit vorne, weit weg vom lauten Motor, bekommt. Als wir die Tickets mit unseren Platznummern hatten, blieb noch massig Zeit für ein Frühstück am Straßenrand mit mega guten Baguettes. Die Zubereitung von Baguettes haben die Laoten von den Franzosen, da Laos früher eine französische Kolonie war.

 

 

Das Boot fährt zwischen 10:30 und 12 Uhr ab, deshalb heißt es Slow Boat. Die Stimmung auf der Fahrt war gut und es war international, bunt gemischt. USA, Frankreich, Malta, Deutschland “und einer ist immer dabei der eine Gitarre hat und wonderwall spielt.” Nick Martin

Die ersten 2 Stunden der Bootsfahrt befand sich auf der linken Seite des Flusses Laos und zur rechten Thailand. Von Stunde zu Stunde sieht man immer weniger Zivilisation und nur ganz selten mal ein Häuschen.

 

Laos…Berge die dicht vom Dschungel überwuchert sind, der bis zum sandigen Flussufer reicht. Vom strömenden Wasser markant geformte Felsen ragen immer wieder aus dem Fluss und machen dem Kapitän das Navigieren schwer. Ziegen und Wasserbüffel genießen das Bad im kühlen Mekong.

Der Fahrtwind tut tagsüber gut, doch abends und früh morgens bin ich froh über meine Jacke. Als wir in Pakbeng angekommen waren, mussten wir mit unseren Rucksäcken das Flussufer hochklettern. Aus der Puste oben angekommen, wurden wir direkt von den Einheimischen bequatscht “you need room?” Wir ignorierten die Angebote freundlich und liefen von Guesthouse zu Guesthouse um Preise zu vergleichen. Für 9€ das Zimmer, mit Flussblick, wurden wir fündig. Ventilator oder Klimaanlage brauchten wir nicht, denn es kühlte gut ab.

Wer keine Angst vor einem Kater am nächsten Morgen hat, kann sich in der Happy Bar, mit netten Bekanntschaften von der Bootsfahrt, die Kante geben. Als Willkommens-Shot bekamen wir laotischen Schnaps (Whisky). Aber den mussten wir schnell trinken, denn wie wir gleich darauf feststellten, hatte die Bar nur drei Shotgläser. Die Gläser wurden direkt neu befüllt für die nächsten Neuankömmlinge…mhhh!

Am nächsten Morgen sollte um 9 Uhr das Boot ablegen. Also trafen wir uns um 7:15 Uhr zum Frühstück und ließen uns noch ein paar Baguettes als Proviant einpacken. Wir waren froh das wir früh aufgestanden sind, denn die Sitzplatzvergabe war ganz nach dem Motto, wer zuerst kommt malt zuerst. Und das Boot wurde richtig voll gepackt. Denn wir fuhren nicht mit dem Boot vom Vortag, sondern mit einem anderen, etwas größeren Boot. Doch auf dieses mussten alle Passagiere die am Vortag in zwei Booten waren, plus noch Einheimische aus Pakbeng. Sprich es wurde echt eng und die Leute saßen sogar im Gang auf dem Boden.

 

Wer es tatsächlich früh schafft zum Bootsanleger zu kommen, der kann auf der anderen Flussuferseite sehen, wie Elefanten am Ufer trinken bzw. spazieren gehen. Dort gibt es nämlich ein Elefanten Camp.

 

Wenn ich Boot fahre bekomme ich mein Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Ewig könnte ich so fahren 🙂 Denn immer wieder entdeckt man einsame, versteckte Buchten die einen träumen lassen…

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Hallo, ich bin Marina und bin fasziniert von anderen Kulturen. Ich reise für mein Leben gern durch andere Länder. Aus dem Grund habe ich beschlossen mit meinem Freund 1 Jahr lang um die Welt zu backpacken und Euch davon zu berichten.

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