Weltreise_Laos_VangVieng016

Vang Vieng – wunderschöne Natur vs. Party

Hallo ihr Lieben,

Mit dem Bus kamen wir ziemlich zentral in Vang Vieng an, sodass wir in fünf Minuten ins Zentrum gelaufen waren. Auf dem Weg liefen wir über eine alte Landebahn der CIA, die heute für Märkte genutzt wird. Narit hatte bereits eine Unterkunft gebucht, deshalb liefen wir erstmal mit zu ihr, stellten unseren  Rucksack unter und konnten so entspannter auf Zimmersuche gehen. Wir hatten richtig Glück und haben noch ein günstiges Zimmer in einem Hostel ergattert. Narit wollte gleich die Gegend erkunden und so fanden wir ein schönes Restaurant mit einem tollen Ausblick, runter zum Fluss und Blick auf die umliegenden Karstberge. Es war ein toller Sonnenuntergang.

 

Von allen Bars wurde man von unterschiedlicher Musik beschallt. Da wurde spürbar, dass Vang Vieng hauptsächlich als Partystadt genutzt wird. Die Bars battleten sich mit günstigen Preisen für Bier und europäische Promoter animierten zum Party machen. Besonders beliebt ist hier Tubing. In einem großen Schwimmreifen (LKW-Schlauch) mit Bier in der Hand den Fluss hinuntertreiben. Unterwegs wird man fleißig weiter mit Alkohol versorgt, sodass allabendlich die absolut strammen Touris das Flussufer hochgragseln.

Um die umliegende Landschaft besser erkunden zu können liehen wir uns Fahrräder aus. Wir holten uns noch gut belegte Baguettes an unserem lieblings Straßenstand und radelten dann Richtung Brücke (die leider Geld kostete). Kurz vor der Brücke fiel Christian ein, dass er seine Tabletten vergessen hatte und er nochmal zum Hostel zurück musste. Wir vereinbarten, dass wir langsam machen und auf dem Weg auf ihn warten würden, um unser Baguette zu essen. So machte er sich auf den Weg.

Bevor wir die Brücke überquerten fielen uns Tisch und Stühle direkt vor der Brücke auf und wir beschlossen dort auf Christian zu warten. Narit und ich unterhielten uns, aßen unser Baguette und merkten gar nicht wie die Zeit verging. Langsam hätte Christian schon mal vorbeiradeln müssen. Dann fiel Narit ein, dass Christian von einer Brücke erzählte die kein Geld kosten soll. Vielleicht hat er diese benutzt und rast jetzt mit dem Fahrrad, weil er denkt uns einholen zu müssen. Hmmm…stimmt, klingt nach Christian. Deshalb stiegen wir schnell aufs Fahrrad und fuhren los.

Das erste Ziel sollte die Blue Lagoon 1 werden. Während ich wie wild in die Pedale trat hoffte ich das wir der richtigen Vermutung hinterher jagten und wir uns gleich wieder treffen. Der Weg war mit unseren Fahrrädern ohne Gangschaltung machbar. Nur zweimal sind wir abgestiegen und haben geschoben. Die Landschaft ist super schön. Und mit dem Fahrrad kann man auch mal die Stille genießen, bis der nächste Touri mit Roller oder Quad an einem vorbei brettert.

Endlich an der Blue Lagoon angekommen kam uns Christian entgegen. Ich war erleichtert und wütend zugleich, aber hab es mir nicht anmerken lassen. Natürlich kostete die Lagoon 10.000 Kip Eintritt. Wir bezahlten brav und freuten uns aufs kühle Nass nach der anstrengenden Tour durch die Sonne. Der Anblick der “Lagune” war sehr ernüchternd. Ein Minisee der zwar schön klar war, aber dermaßen verunstaltet wurde mit Sprungturm, Wasserrutsche (wofür man extra 10.000 Kip zahlen sollte) und aufgeblasenen Matratzen. Doch das allerschlimmste war, dass so viele Chinesen dort waren. Mit ihren Schwimmwesten und Selfiesticks. Wir hielten kurz die Füße ins Wasser und beschlossen dann einstimmig zu gehen.

Auf dem Rückweg sahen wir ein Schild mit “Cave”. Wir beschlossen die Fahrräder anzuketten und weiter zu laufen, da der Weg ganz schön holprig wurde. Laut Schild sollte in 400m das Cave sein. Natürlich war es viel weiter und wir hofften hinter jeder Kurve endlich das Cave zu sehen. Stattdessen stand in mitten der Pampas einer der Eintritt verlangte (10.000 Kip). Echt jetzt…?! Unglaublich, aber so ist es hier nun mal. Der Weg führte weiter über ein großes ausgetrocknetes Reisfeld und über eine wacklige Bambusbrücke. Die Landschaft war unglaublich schön. Nun mussten wir noch ein Stück durch den Dschungel bis der Weg plötzlich an einer steilen Felswand endete.

Und nun? Da entdeckten wir eine Bamusleiter die hinab in eine Höhle unter dem Berg führte.

Zum Glück hatten wir eine Taschenlampe dabei. Narit kletterte mutig hinunter. Als sie unten angekommen war und um sich herum läuchtete, sagte sie nur, “Wow, cool, wow!” Aber sie sagte nicht, was da unten war. So kletterte ich schnell hinterher. Unten angekommen, merkte ich das meine Füße leicht nass wurden. Ich stand auf einer art Steg im Wasser und als ich mich umdrehte, konnte ich es kaum glauben…ein unterirdischer See mit glasklarem kaltem Wasser. Als wir alles mit der Taschenlampe abgeläuchtet hatten, über uns und unter Wasser, fassten wir mut und stiegen ins herrlich kalte Wasser. Ein bisschen musste man an den Felsen aufpassen, da sie teilweise recht spitz und scharfkantig aussahen. Im Wasser kicherten wir alle vor Glück, als würde man etwas verbotenes machen. Nach einer Weile hörten wir ein “Hello”! Und da kletterte jemand die Leiter herunter. “Hey I am Marie” Narit verstand aber “hey I am married” und wunderte sich, was das für eine seltsame erste Aussage war. Als das Missverständnis aber geklärt war, haben wir alle herzlich gelacht. Vorsicht, nicht vor Lachen absaufen! Marie kam aus Irland und ist auch für eine längere Zeit in Asien unterwegs.

Nach einer Stunde waren wir aber dann mehr als abgekühlt und beschlossen uns im Reisfeld an einer kleinen Hütte trocknen zu lassen. Marie fragte in die Runde, ob jemand schon mal einen Laden gesehen hätte der Sportsbras verkauft. Narit und ich meinten das wir in ganz Laos keinen solchen Laden gesehen hätten. Da meldete sich Christian, als einziger Mann in der Runde zu Wort. Er meinte natürlich hätte er solch einen Laden gesehen und fing an den Weg dorthin zu beschreiben. Als wir merkten welchen Weg er beschrieb, fingen wir wieder an zu lachen. “Nicht Sportsbar, sie sagte Sportsbra”… Köstlich, Christian der Sportsbra-Spezialist.

Am nächsten Morgen trafen wir Narit ein letztes Mal an unserem lieblings Baguettestand, dann hieß es Abschied nehmen. Denn Narit musste nach Chiang Mai für ein Volunteer Projekt und wir reisten weiter in die Hauptstadt Vientiane. Es war eine so tolle Zeit mit ihr und ich hoffe wir sehen uns eines Tages wieder….

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Hallo, ich bin Marina und bin fasziniert von anderen Kulturen. Ich reise für mein Leben gern durch andere Länder. Aus dem Grund habe ich beschlossen mit meinem Freund 1 Jahr lang um die Welt zu backpacken und Euch davon zu berichten.

Comments

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    • Michael
    • 18. März 2017
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    Echt sehr schön erzählt! Habe es sehr genossen diesen Beitrag zu lesen!

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