Weltreise_Laos_Vientiane050

Vientiane – die unterschätzte, französische Stadt

Hallo ihr Lieben,

Schon nach den ersten Minuten, nachdem wir aus dem Bus gestiegen waren, fiel uns auf, dass Vientiane weniger vom Tourismus überlaufen ist. Die französischen Bauten geben der Stadt einen ganz besonderen Charm. Wir freuten uns auch über die große Speisenauswahl. Vom Italiener, Burger und laotisches Essen konnte man alles haben. Da wir in den letzten Tagen etwas einfachere Unterkünfte hatten, buchten wir ausnahmsweise mal ein etwas teureres Zimmer und freuten uns schon drauf. Zu früh gefreut. Das Zimmer war klein und ohne Fenster. Halt, ohne Fenster ist nicht ganz korrekt. Denn es gab ein Fenster, nur war dies vom nächsten Haus zu gemauert. Schöner Blick auf Backsteine. Das ist eben das gute an billigen Unterkünften, denn da erwartet man einfach nichts und kann so nur positiv überrascht werden.

Am Abend sind wir zum Mekong spaziert und haben den Sonnenuntergang genossen. Wir schlenderten an der weitläufigen Flusspromenade entlang und genossen das rege Treiben. Hier treffen sich die Einheimischen zum abendlichen Sport. Sie Joggen, spielen Fussball oder Badminton. Plötzlich hörten wir schon aus weiter Entfernung Musik. Als wir näher kamen, konnten wir es kaum glauben. An die 50 Frauen die zu sehr flotter Technomusik Aerobic machten. Die Übungen und Bewegungen sahen nicht immer effektiv aus, aber bei der Wärme braucht man sich auch nicht viel bewegen, um ins schwitzen zu kommen. Ich nahm mir für den nächsten Tag direkt vor da mit zu machen.

An der Uferpromenade findet auch immer ein Nachtmarkt statt. Es gab dort nicht unbedingt ausgefallenere Sachen (wie auf den gefühlt hundert Nachtmärkten auf denen wir schon waren) aber es war sehr günstig. Und hier gilt natürlich wie in jedem Gedränge, schön auf die Tasche aufpassen. Ich hab mir den Rucksack vor den Bauch geschnallt. Sieht scheiße aus ist aber effektiv.

Nach der langen Busfahrt und dem Spaziergang, knurrte unser Magen ordentlich. Deshalb machten wir keine Experimente und schauten bei TripAdvisor nach Restaurantempfehlungen. Platz Nr. 1 ist dort Tyson Kitchen. Und wir können bestätigen, dies zu recht. Dort aßen wir unsere beste Pizza Asiens zu europäischem Preis, aber das war es wert.

Am ersten Tag besuchten wir den Inpeng Tempel und schlenderten durch die Gegend. Sonst machten wir an dem Tag nicht viel, denn wir mussten uns ermal wieder an die heißen Temperaturen gewöhnen. Es war hier doch 10 Grad wärmer als in Phonsavan und ab 11 Uhr wollten wir uns gar nicht mehr draußen bewegen. So suchten wir immer Zuflucht in einem Cafe und verbrachten die Zeit mit Bilder aussortieren oder einen Beitrag zu schreiben.

Am nächsten Tag fuhren wir zum Buddhapark mit dem Bus Nr. 14, der am Busbahnhof abfährt. Der Bus kostet 6000 kip pro Person und braucht ca. eine Stunde bis zum Buddhapark. Auf der Hälfte der Fahrt sahen wir die Friendship Bridge die Laos und Thailand verbindet. Hier könnte man auch gut von Thailand nach Laos einreisen (oder anders herum). Eintritt in den Park war 5000 kip und 3000 kip für die Kamera.

Dort gibt es viele unterschiedliche Buddhas und andere Statuten zu sehen. Am Anfang des Parks ist eine Art Riesenapfel in den wir hineinkletterten. Innen gab es mehrere Gänge und Etagen zu entdecken und natürlich Buddhas, Buddhas, Buddhas… Es war alles ziemlich niedrig gebaut, sodass wir mit unseren 1,80m und 1,90m, ganz schön gragseln mussten. Aber wir quetschten uns wenig elegant, durch die Öffnung, die auf den Aussichtspunkt oben auf dem Riesenapfel führte.

 

Unter anderem war dort auch ein großer liegender Buddah und verschiedene Götter Darstellungen. Als die Sonne immer höher stieg und es nicht mehr auszuhalten war, chillten wir uns in ein Bambuspavillon aßen Eis und quatschten ganz viel. Wir hatten ein schönes Gespräch in unserer ausgedehnten Mittagspause. Das Glück war auf unserer Seite, denn als wir aus dem Park kamen, fuhr gerade der Bus Nr. 14 vor und wir hüpften gleich rein.

Da der Busbahnhof nicht weit vom Wat Sisaket und dem Presidenten Palast ist, statteten wir ihnen noch einen Besuch ab. Leider befand sich der Wat Sisaket in Renovierung und war nicht so gut zu besichtigen. Doch es war interessant die unrenovierten Abschnitte mit den bereits renovierten Teilen zu vergleichen. Wird sicherlich sehr schön wenn es fertiggestellt ist. Den Presidenten Palast konnten wir nur von außen betrachten.

Am Abend fanden wir einen sehr guten Burgerladen. Ray’s Grill ist definitiv einen Besuch wert.

Morgens Frühstückten wir gut bei Sister Nui und hatten immer, super gute Baguettes und Fruchtshakes. Bei Mapsme wird es unscheinbar als Fruit Shake bezeichnet und ist neben dem Green Box Hotel. Sehr familiär und freundlich.

Wir beschlossen uns Fahrräder auszuleihen. Auf dem Weg kauften wir am Markt noch ein paar Äpfel als Proviant. Das erste Ziel war der Triumph Bogen, der stark an den ‘Arc de Triomphe’ in Paris erinnerte. Oben auf dem Tor hat man eine schöne Aussicht über die Stadt. Eintritt 3.000 Kip

Am That Luang angekommen, war natürlich wieder Mittagszeit und die Sonne war auf Hochtouren. Trotzdem bedeckte ich brav meine Schultern aus Respekt vor der Religion. Rechts neben der Pagode ist der große liegende Buddha zusehen. Der That Luang ist eines der Wahrzeichen von Laos und ist auch auf den Geldscheinen abgebildet.

Nach der schweißtreibenden Besichtigung suchten wir wieder ein schattiges Plätzchen für eine Pause. Als wir da so saßen, wurden wir von drei Jugendlichen angesprochen, darunter auch ein Mönch. Sie waren erst ganz schüchtern und fragten uns, ob wir Zeit hätten für ein Interview, welches sie für ihre Schule halten sollten. Klar…Zeit haben wir 😉 Das Interview handelte über Erfolg im Leben, was wir darunter verstehen und wie man erfolgreich wird. Dabei wurden wir mit dem Handy gefilmt und zum Abschluss noch fotografiert. Sie hatten so viel Spaß und freuten sich dermaßen über unseren kleinen Plausch, das hat richtig angesteckt.

Für den Abend schmiss ich mich in meine Sportklamotten und nahm am öffentlichen Sport am Flussufer teil. Ich bezahlte umgerechnet 50 Cent an die Trainerin, die auf einem provisorisch aufgebauten Podest stand und reite mich ein. Um mich herum nur einheimische, kleine Frauen, die es überhaupt nicht störte das ich ihren Kurs besuchte. Sobald die Sonne anfing, hinter dem Mekong zu verschwinden, ertönte die laute flotte Musik und es ging los. Natürlich waren die Damen um mich herum schon mit den Schritten vertraut, deshalb stach ich nicht nur wegen meiner Größe heraus, wenn ich mal wieder den Einsatz verpasst hatte. Immer mehr Passanten blieben stehen und beobachteten die sportliche Leistung der Damen. Ich bin der Meinung sooo schlecht hab ich das gar nicht gemacht. Der Spaßfaktor war auf jeden Fall Mega!!!

Tipp: Wenn man runter Richtung Statue am Flussufer läuft, findet man etwas versteckt eine hippe Walking Street. Hier treffen sich die einheimischen Jugendlichen zum Essen auf Europaletten. Auch die T-Shirts und Uhren sind wesentlich einfallsreicher gestaltet als auf dem herkömmlichen Nachtmarkt.

Das Taxi zum Flughafen kostete 40.000 kip. Und so endete der Aufenthalt in dem wahnsinnig tollen Land Laos. Auf nach Vietnam!!!

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Hallo, ich bin Marina und bin fasziniert von anderen Kulturen. Ich reise für mein Leben gern durch andere Länder. Aus dem Grund habe ich beschlossen mit meinem Freund 1 Jahr lang um die Welt zu backpacken und Euch davon zu berichten.

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