Weltreise_Kambodscha_Kep009

verschlafenes Kep (Kambodscha)

Hallo Ihr Lieben

Das Rega Guesthouse sollte unser nächstes zu Hause auf Zeit werden. Es lag etwas Außerhalb von der „Stadt“, aber in der nähe der Fähre und unserem Stammlokal Captain Chim II. Die Zimmer waren in einer U-Form um einen topischen Garten gelegen. Stühle und Pavillions waren aus Bambus und machten das urige Dschungelambiente perfekt. Der Besitzer ist ein ausgewanderter Franzose. Seine Frau zauberte ein sehr gutes Frühstück mit Ananassaft, Omlette und Baguette. Für die darauf folgenden Tage mieteten wir uns aber wieder einen Roller um unabhängig durch die Gegend zu fahren. Hier auch gar kein Problem. Kaum Verkehr  und zur Krönung in jede Fahrtrichtung zwei- teilweise sogar dreispurig. Warum? Weiß kein Mensch. Es ist herrlich hier die Uferstraße entlang zu fahren. Vorbei an der großen Krabbenstatue die im Meer steht, vorbei am Stadtstrand, bishin zum Krabbenmarkt mit zahlreichen Restaurants.

Das Kimlyˋs soll für Fischliebhaber die Nr. 1 sein. Uns war es zu teuer. Dann lieber Beef Lok Lak (zartes Rindergeschnetzeltes in einer köstlichen Pfeffer-Limetten-Soße und dazu Reis oder Pommes) bei Captain Chim :-).

Die Wanderung um den Berg in Kep durch einen Nationalpark starteten wir am nächsten Tag natürlich wieder viel zu spät. Das erste Stück der Wanderung vorerst nicht weiter tragisch, denn es führt durch wunderschönen Dschungel mit zwischendurch immer wieder netten Ausblicken aufs Meer. Wir überholten einen älteren Spanier mit dem wir uns eine Weile unterhielten. Er war absolut begeistert von dem üpigen Dschungel und der Pflanzenvielfalt.

  

Da er mir nicht mehr den fittesten Eindruck machte, fragte ich ihn ob er genug Wasser dabei hätte. Leider hatte er gar nichts mit sich und so gab ich ihm von unserem Wasser ab. Er hatte zwar nicht mehr vor so weit zu laufen, aber ich kenn das ja, wenn man begeistert ist vergisst man, dass man die Strecke auch wieder zurückschaffen muss. Als wir da so standen und quatschten, erschrak ich plötzlich als ich ganz nah bei uns – auf einer Liane – einen Affen sitzen sah. Kaum hatte er unsere Aufmerksamkeit, machte er Faxen. Mir kam der Gedanke, dass es wie ein Ablenkungsmanöver wirkte. Ich hatte es kaum ausgesprochen, da entdeckten wir hinter uns die ganze Gruppe von Affen. Und natürlich zwei am poppen ;-).

Danach setzten wir unseren Weg fort in unserem Tempo. Nach und nach kamen nun immer wieder kurze Abschnitte bei denen man in der Sonne lief. Doch nach dem dritten Aussichtspunkt (bei Mapsme) lief man nur noch in der stechenden Sonne. Wieder pünktlich zur Mittagszeit…dafür haben wir immer Talent. Nicht nur das der letzte Wegabschnitt durch die pralle Sonne führt, so ist er auch mehr als uninteressant, da man dann nur noch an der Straße entlang läuft, um zurück zum Startpunkt zu kommen.  Zwar haben wir an der Straße nochmal eine lustige Gruppe Affen gesehen, aber ich würde jedem raten lieber den gleichen Weg durch den Dschungel zurückzulaufen. Fix und fertig und durchgebrutzelt erreichten wir den Roller. Fahrtwind, oh wie schön!

 

Gegen späten Nachmittag fuhren wir an den Stadtstrand und kühlten uns im Meer ab. Dann spazierten wir den Strand entlang bis zur Statue der weißen Frau. Dort war ungewöhnlich viel los. Ein Fotoshooting einer Miss-keine-Ahnung-was-Wahl. Witzig zu beobachten. Zum Sonnenuntergang cruisten wir mit unserem Roller die Uferpromenade entlang und beendeten so unseren Tag.

Die nette Frau aus unserer Unterkunft empfahl uns eine schöne Strecke mit dem Roller Richtung kambodschanische und vietnamesische Grenze durch ländliche Gegend, zu einem Strand und weiter zu den Salzplantagen. Tatsächlich war es eine echt schöne Fahrt durch die ländliche Gegend. Und zwischendurch immer wieder diese “fotogenen Kühe”, wie Flo sie immer nannte. Die Straße zum Ankul Beach war wieder ziemlich schlecht und Nervenaufreibend, aber Christian hat jede sandige Stelle oder Schlagloch frühzeitig erkannt. Der Strand ist jetzt nicht atemberaubend schön, dennoch hatte er etwas ganz besonderes an sich. Wir fanden ein Plätzchen im Schatten.

Es dauerte nicht lange da kam ein junges Mädchen und fragte ob wir etwas essen oder zu trinken haben möchten. Ich schaute mich um konnte aber kein Restaurant, Hotel oder ähnliches entdecken nur eins zwei Häuser von Einheimischen. Wir waren gespannt und bestellten zwei Cola. Sie kam mit einer kleinen Kühlbox mit Cola. Wahnsinn, wo hatte sie die denn jetzt her. Während wir die kühle Cola genossen, beobachteten wir die Fischer am Strand. Sie kamen gerade an Land und waren lange damit beschäftigt die ganzen Netze mühselig wieder auseinander zu knoten und ordentlich zusammen zu legen. An dem Tag redeten wir auch kaum, saßen nur da für zwei oder drei Stunden, keine Ahnung. Als wir weiterfuhren kamen wir an Salzplantagen vorbei. Sogar der Fahrtwind roch und schmeckte salzig, herrlich.

Die Heimfahrt war lang und zog sich. Zurück in Kep wurde der Roller plötzlich langsamer und ruckelte. “Oh oh, Benzin! Da eine „Tankstelle“!” Einen Meter vor der „Tankstelle“ (Benzin in Barcadiflaschen) blieb der Roller endgültig stehen. Mann, hatten wir ein Schwein! Was für ein Tag…

Am Anleger der Fähre buchten wir einen Transfer zur vorgelagerten Insel Rabbit Island um dort den Tag zu verbringen. Die Insel ist wunderschön, und noch nicht so überlaufen. Den ganzen Tag lagen wir am Strand oder plantschten im glasklaren Meer. Und als wir die günstigen Preise für Bier entdeckten wurde der Nachmittag noch richtig lustig. Wir hörten Musik und machten Faxen. Das nächste Mal verbringe ich da ein paar Tage so viel steht fest.

 

Doch es war ja nicht das letzte Mal Strand, denn gleich am nächsten Tag fuhren wir nach Sihanoukville…

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,
Previous Post Next Post
By
Hallo, ich bin Marina und bin fasziniert von anderen Kulturen. Ich reise für mein Leben gern durch andere Länder. Aus dem Grund habe ich beschlossen mit meinem Freund 1 Jahr lang um die Welt zu backpacken und Euch davon zu berichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zehn − acht =