Weltreise_Kambodscha_Kampot016

Da wo der Pfeffer wächst…Kampot (Part 1)

Hallo ihr Lieben,

Nach der letzten schlimmen Busfahrt dachten wir nun…”naja schlimmer kann es nicht werden”, und buchten den VIP Bus (der schneller sein sollte ;-)) von unserer Unterkunft aus. Leider wurde diese Fahrt mindestens genauso lang, unbequem und fragwürdig. Zwar war unser Bus nach Phnom Phen relativ flott am Ziel, doch an dem schmuddeligen Busbahnhof ging es erstmal nicht weiter. Und es kam auch keine Info wann der Anschlussbus kommen sollte. Nach drei sich ziehenden Stunden kam endlich ein Mann auf uns zu und wunk uns zu sich. So sattelten wir wieder unser Gepäck auf und folgten ihm. Doch er führte uns nicht zu einem Bus sondern zu einem Tuk Tuk, in dem zur Krönung schon ein Reisender mit nicht gerade wenig Gepäck saß. Das deutsche Meckern und Beschweren haben wir uns schon lange abgewöhnt, denn man erntet sowieso nur Unverständnis und bringt einen nicht weiter. Und keiner kann schlechte Laune gebrauchen. Ganz im Tetris-Prinzip bauten wir uns ins Tuk Tuk ein und bekamen auch alles rein, bis auf meine Beine die heraus baumelten. Ich hoffte einfach, dass die Fahrt nicht ewig dauern würde. Am anderen Ende der Stadt hielt er neben einem Bus und machte uns klar, dass wir nun mit diesem Bus weiter nach Kampot fahren. Zum Glück, denn Christian machte schon Witze und meinte das wir jetzt mit dem Tuk Tuk die weite Fahrt nach Kampot zurücklegen. “Nicht lustig!” Komischerweise fuhren wir erst nach Kep und dann nach Kampot. Somit haben wir noch die kleinen Dörfer abgeklappert und sind alle Furzlang angehalten um Einheimische ein Stück mitzunehmen. Im Grunde eine tolle Sache, aber nicht wenn man bereits 12 Stunden unterwegs ist und extra Geld für einen Vip Bus bzw. einen schnellen Tranport bezahlt hat. Fazit: Ob VIP Bus oder nicht, in Kambodscha sind die Fahrten lange und meist unkomfortabel. Wenn man das vorher weiß kann man sich Geld (wegen VIP Bus) und Nerven sparen. Ausgenommen die Busse der Post die allerdings noch nicht alle Strecken fahren.

In Kampot freuten wir uns über unser überraschend moderes und sauberes Zimmer im Kamong Bay Makong II. Mit Bärenhunger liefen wir an der Flusspromenade Richtung Zentrum. Dort gab es eine vielfältige Auswahl an Essensmöglichkeiten die uns die Entscheidung schwer machte. Doch als wir das italienische Restaurant Divino sahen Endete die Suche. Die Inhaber waren ein nettes italienisches Pärchen die schon viel in der Welt herrumgekommen sind und sich in Kampot niedergelassen haben. Nicht nur das Ambiente war authentisch, auch das Essen war super lecker. Doch die beste Pizza Asiens sollte dies noch nicht gewesen sein…

Die darauf folgenden zwei Tage chillten wir vor dem Supermarkt. Denn hier gab es freies WLAN, eine Sitzgelegenheit und günstige Getränke. So konnten wir an unserem Blog arbeiten und das rege Treiben in der Straße verfolgen. Zwischendurch kamen wir mit Leuten ins Gespräch und ein ärmlich aussehender Junge, saß jeden Tag bei uns und holte sich seine Portion Kekse bei uns ab. Neben dem Supermarkt befand sich auch direkt ein Rollerverleih. Deshalb wurden wir leider immer wieder Zeuge von leichtsinnigen Fahrversuchen einiger Touristen. Ein junges Mädchen hat sich richtig fieß das Knie aufgeschirft. Glücklicherweise hatte ich in meinem Rucksack das Erste Hilfe Set und konnte etwas helfen. Zudem riet ich den beiden Mädels ab den Berg Bokor zum Nationalpark als erste Fahrt zu nehmen, denn die Staße da hoch soll nicht ganz ohne sein. Ja, Mama! So kam ich mir in dem Moment zumindest vor 😉

Nach genug beobachteten Unfällen war es nun an der Zeit auch einen Roller auszuleihen. La Plantage war unser auserwähltes Ziel, eine Pfefferplantage, die natürlich zum Pflichtprogramm in Kampot gehört.

Christian ist sehr gut und vorsichtig gefahren. Dennoch waren die schlechten Straßen zur Pfefferplantage eine große Herrausforderung für jemanden der so gut wie nie Roller fährt. Wir wurden von allen überholt, aber zum Glück haben wir ja Zeit. Landschaftlich war die Fahrt sehr idyllisch. In einem kleinem Dörfchen hielten wir, an einem Tisch auf dem verschiedene Flaschen mit Öliger Flüssigkeit gefüllt standen, an …die Tankstelle! Der Liter, also eine Bacardiflasche voll, kostete 1$. Paniert von der sandigen Straße kamen wir super stolz an der Pfefferplantage an. Wir lernten einiges über die verschiedenen Pfeffersorten und konnten natürlich auch probieren.

Am Rückweg merkte ich plötzlich, dass wir einen Platten Hinterreifen hatten. Mist…mitten in der Pampas. Es dauerte echt lange bis dort jemand vorbeifuhr. Die Zweiten haben angehalten. Ein Franzose mit seiner Einheimischen Freundin auch auf dem Roller. Sie hatten ein Handy und konnten unsere Vermietung erreichen.

Wir hatten großes Glück denn der Ehemann der Dame die uns den Roller vermietet hatte war gerade mit zwei Touristen auf dem Weg zur Pfefferplantage und so war er nach fünf Minuten bei uns. Die Zwei Touristen mussten aussteigen und im Schatten unter einem Baum warten. Wir entschuldigten uns vielmals aber die Beiden hatten vollstes Verständnis. Nun war die große Challenge den Roller ins Tuk Tuk zu hiefen. Mit vereinten Kräften war aber auch das kein großes Ding. Ach ja, wir müssen da ja jetzt auch noch rein. Er fuhr uns in das nächste Dörfchen zu einer Art Werkstatt.

Hier setzte uns der gute Mann ab und fuhr zurück zu den beiden wartenden Fahrgästen. Der Mechniker und seine Frau konnten kein Wort Englisch darum verständigten wir uns mit Händen und Füßen. Während ihr Mann anfing den Schlauch aus der Radhülle zu popeln bot sie uns Mango aus ihrem Garten an und stellte uns sogar zwei Plastikstühle an die Straße. Wir waren eine richtige Dorfsensation. Jeder der vorbeifuhr oder lief schaute interessiert und neugierig was wir da machen, bis sie unseren Platten Roller sahen, dann lachten sie und der eine meinte, es wäre ihm auch einen Tag zuvor so ergangen…”bumpy road!” Mit einfachsten Werkzeug reparierte der Mann unseren Reifen, was wir fasziniert beobachteten. Zuerst pumpte er den Reifen wieder auf. Dann drückte er den Schlauch Stück für Stück in eine Wasserschüssel, bis er die Stelle fand an der die Blubberblasen aufstiegen. -Das hat mich an meinen Papa erinnert, wenn wir früher die Fahrradreifen gelickt haben.- Mit einer seltsamen Metallischen Vorrichtung in der brennende Kohlen waren schmolz er wohl das Gummi des Schlauches und zap zarap war der Reifen wieder heile. Mit einem flauem Bauchgefühl fragten wir den guten Mann was er dafür haben möchte. Er nutzte unsere missliche Lage scharmlos aus und verlangte sage und schreibe 1$.

 

Total glücklich und geflasht von der Ehrlichkeit dieses Mannes und seiner Frau bedankten wir uns herzlich und fuhren erleichtert weiter. Vor dem Supermarkt hatten wir wieder WLAN und riefen wie jede Woche unsere besten Freunde an. Sogar ein Videoanruf über Whatsapp klappte. Es tat so gut sie froh und munter zu sehen. Danach gingen wir zu einem Koreanisches BBQ. Super lecker und gesund! Wir hatten Rindfleisch, Lachs und Berge von Gemüse.

Am nächsten morgen machten wir….

Fortsetzung folgt…

Schlagwörter: , , , , , , , ,
Previous Post Next Post
By
Hallo, ich bin Marina und bin fasziniert von anderen Kulturen. Ich reise für mein Leben gern durch andere Länder. Aus dem Grund habe ich beschlossen mit meinem Freund 1 Jahr lang um die Welt zu backpacken und Euch davon zu berichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zwei × zwei =