Weltreise_Kambodscha_SiamReap_AngkorWat011

Die Tempel von Angkor Wat (Siem Reap)

Hallo ihr Lieben,

Angkor Wat

Früh am Morgen um 5 Uhr wurden wir von unserem netten Tuk Tuk Fahrer abgeholt. Die Fahrt ging als erstes zum mittlerweile groß ausgebauten Ticketschalter. Hier war in aller Herrgottsfrüh schon sehr viel los. Leider wurde ein paar Tage zuvor der Ticketpreis für die Tempel von 20$ auf 37$(Tagesticket) und von 40$ auf 62$ (3-TagesTicket) erhöht. Tja kann man nichts machen! Wenigstens beim Anstellen hatten wir Glück, denn bei der Kasse für das 3 Tages Ticket stand keiner an. Schnell zurück zum Tuk Tuk, wir wollen schließlich von den Massen an Leuten am Angkor Wat sein. Mit Taschenlampe liefen wir über die Brücke die über den Wassergraben zum Angkor Wat führt. Nachdem wir durch das erste Tor zum Innenbereich der Gartenanlage kamen, wurde es schon langsam heller und man konnte die ersten Umrisse erkennen.

 

Wir stellten uns links zu den Seerosenteichen, wo schon die Massen mit ihren Handys und Kameras standen. 

Angkor Wat bei Sonnenaufgang das erste Mal zu sehen ist richtig spannend und man kann es am besten genießen, wenn man mit jeder nonce heller mehr und mehr Details erkennen kann. Richtige romantische Stimmung kann man hier allerdings vergessen. Denn jeder der Kambodscha bereist, will natürlich Angkor Wat sehen und dementsprechend ist an den Seerosenteichen viel los. Einige Touristen waren allerdings sehr ungeduldig und haben sich nicht den ganzen Sonnenaufgang angesehen und sind schon in den Tempel gegangen. Glück für uns, so kamen wir in die erste Reihe am Seerosenteich und konnten sogar sitzen. 

In dem 600 Jahre andauernden Devaraja-Kult, bei dem die Könige sich mit der Größe und Besonderheit ihrer Tempel übertrumpfen wollten, entstand der berühmte Angkor Wat. Die Anordnung der Türme und Kammern sollten den Kosmos nachbilden und wurden zu Verehrungszwecken für Götter genutzt. Die gesamte Tempelanlage war sehr gepflegt. Fast zu gepflegt, wenn ich zurück denke wie ich mir Ankor Wat vorgestellt hatte. Eine geheimnisvolle, uralte Tempelanlage, versunken im Dschungel. Die anderen Tempel wurden dieser urigen Vorstellung eher gerecht. 

Wir stellten uns an die lange Schlange an, um den Tempel noch von Oben zu sehen. Zum Glück trafen wir Ed und Kayleigh in der Schlange und stellten uns dazu. Damit es oben auf Angkor Wat nicht überfüllt ist, wurde der Zugang reguliert. Über eine steile Treppe kamen wir endlich nach oben und genossen den Ausblick. 

Ta Prohm: Spätestens nach dem Film Tomb Raider, wusste ich das ich diese Tempelanlage, diesen heiligen und anmutigen Ort, eines Tages besuchen muss. Eine mit dicken Wurzeln umschlungene Tempelanlage im dichten Dschungel, die teilweise eingestürzt war. Ich konnte mich an dem moosüberwachsenen alten Gemäuer, Säulen und den detailreichen Steinmetzarbeiten kaum sattsehen. 

Leider sind auch hier sehr viele Touristen und das stiehlt dem Ort ein Stück Besonderheit, was mich auch kurz traurig stimmte. Es gibt einfach einige Touristen die ohne jeglichen Respekt, nur auf Selfie-Jagd, diesen Ort entweihen. Ich hoffe sehr, dass erkannt wird, das man solche Plätze vor Massentourismus schützen muss indem man nur eine begrenzte Anzahl an Menschen zu den Tempeln lässt. 

Bayon Tempel: Dieser Tempel gefiel uns sehr. Zuerst kletterten wir durch ein Labyrinth aus Gängen und Kammern, immer mit der Spannung was hinter der nächsten Ecke liegen wird. Als wir hoch zu den Türmen kamen offenbarte sich ein verrücktes Bild vor unseren Augen. Der Tempel besteht aus 29 Türmen und an jedem Turm waren  vier große lächelnde Gesichter in jede Himmelsrichtung und insgesamt 116 Gesichter.  Die Gesichter, die in alle vier Himmelsrichtungen blicken, sollten dem ganzen Reich Schutz gewähren.

Am Abend waren wir auf Eds Geburtsatag eingeladen. Wir trafen uns an seinem Hostel. Auf dem Weg dorthin kauften wir ihm noch ein kleines Geburtstagsgeschenk, einen Flaschenöffner mit Angkor Wat (nicht viel Gepäck und wenigstens praktisch). Ed und Kayleigh kamen mit strahlenden Augen auf uns zu, begeistert von ihrer spontanen Idee. “It could be nothing, but it also could be everything!” Mit Tüten vom Supermarkt liefen sie die Treppen hoch zur Dachterrasse. Sie zauberten aus den Tüten Kahlua und “Tatatata”…MILO. Und der Name des neu erfundenen Drinks war The Green Russian. (White Russian= Wodka mit Khalua und z.B. Milch, Black Russian= Wodka und Kahlua). Mit Eis war es echt lecker, deshalb waren wir auch nicht lange alleine. Ein paar Münchner gesellten sich noch dazu. Wir hörten 90er und stimmten uns für den Abend ein. Beinahe wären wir auf der Dachterrasse versackt, konnten uns dann aber doch noch aufraffen zur Pubmeile zu gehen. Wir beschlagnahmten ein Cocktail-Tuk-Tuk und bestellten 7 Maracuja-Mojito. Später landeten wir wieder in der selben Open Air Bar wie beim letzten Mal. Diesmal konnten wir leider nicht lange bleiben, da wir uns für den nächsten Tag mit Katharina verabredet hatten, den Bang Mealea Tempel zu besichtigen….. 

 

Fortsetzung folgt….

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Hallo, ich bin Marina und bin fasziniert von anderen Kulturen. Ich reise für mein Leben gern durch andere Länder. Aus dem Grund habe ich beschlossen mit meinem Freund 1 Jahr lang um die Welt zu backpacken und Euch davon zu berichten.

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