Weltreise_Neuseeland_Rotorua_016

Rotorua – Pupsen merkt keiner

Hallo ihr lieben,

Wir fanden einen sehr schönen Campingplatz (etwa 8 km vom Zentrum entfernt). Schon die nette Dame am Check-In hätte ich wieder am liebsten gedrückt. Was ist es nur das die Neuseeländer haben und wir nicht. So durch und durch liebenswert und herzlich. Zur Krönung bekamen wir einen Stellplatz direkt am See.

Super und einen Grill gab es auch. Wir fuhren erstmal in die Stadt zum Einkaufen. Auf dem Rückweg hielten wir am Stadtpark, um uns ein bisschen die Füße zu vertreten. Und da rochen wir es zum ersten Mal. Den stärksten Schwefelgeruch den man sich vorstellen kann. Er kam aus dem Park. Da entdeckten wir Dampf der an einigen Stellen des Parks aufstieg. Und da! Dort! Und da drüben! Es war wie in einem Hexenkessel. An den Geruch gewöhnte man sich nach einer Weile. Aber wie gesagt, pupsen merkt hier keiner.

Morgens wachten wir auf, schauten aus dem Campervan und sahen auf den See. Unglaublich! Nach einem tollen Frühstück am See fuhren wir in den Goverment Garden. Auch hier rauchte es an vielen Stellen. Die Hot Springs wurden schon sehr früh von den Menschen entdeckt und genutzt. So gibt es dort eine Reihe von alten Bädern in denen man seine Haut mit dem Schwefelreichen Wasser verwöhnen kann.

 

Doch wir entschieden uns für den Rainbow Springs Park. Bevor wir in den Park gingen, machten wir uns auf dem Parkplatz schnell die Nudeln von gestern warm, stellten die  Campingstühle raus und aßen quasi zu Mittag. Die vorbeikommenden Leute lächelten amüsiert und wünschten  uns einen Guten Appetit. Herrlich! Der Kiwi ist das Nationaltier von Neuseeland und hier im Rainbow Springs Park kann man ihn tatsächlich mit viel Geduld und guten Augen sehen. Dazu muss man wissen, dass man in freier Wildbahn niemals einen Kiwi sehen würde, da er ein nachtaktives Tier ist und sich einfach gerne in Gebüschen aufhält. Wir kamen in ein abgedunkeltes Gehege. Als sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, konnte man langsam immer mehr erkennen. Büsche, Steine, Gestrüpp aber kein Kiwi. Erst nach einer ganzen Weile entdeckte Christian ein paar wackelnde Blätter. Wir starrten gespannt durch die Glasscheibe. Zuerst sah ich nur den langen dünnen Schnabel. Nach weiteren zehn Minuten geduldigen warten, hatten wir Glück und er kam aus dem Gebüsch heraus. Er sah schon ziemlich merkwürdig aus. Ein Vogel ohne Flügel mit einem verhältnismäßig kleinen Kopf und diesem langen dünnen Schnabel.

Ansonsten ist der Park ganz nett aber eher was für Kinder… Obwohl es gibt eine kleine Wildwasserbahn die von außen harmloser aussieht als sie ist. Ende vom Lied, ist ja klar, ich war komplett nass bis auf die Unterwäsche. Zum Glück war es sowieso am Ende der Tour und im Campervan hat man ja immer alles dabei.

Da wir ja ausnahmsweise Mittag gegessen hatten, holten wir uns für abends nur Fleisch und Gemüse und schmissen es auf den Grill. Hier in Neuseeland bekommt man erstklassiges Rindfleisch. Vermutlich weil hier die Rinder bei so viel saftigem Gras und Auslauf überglücklich sind. Was für ein Leben, was für ein leckeres Essen, was für ein toller Ausblick! Jeden Abend ein anderes Licht beim Sonnenuntergang und wir saßen mit unseren Campingstühlen in der ersten Reihe direkt am See. Beim Abspülen lernten wir Nadine und Marius kennen. Sie waren das erste Pärchen, welches wir auf der Reise trafen, dass auch für ein ganzes Jahr eine Weltreise macht. Auch sie haben – wie wir – Job und Wohnung gekündigt, um Vogelfrei durch die Welt zu cruisen. Das witzige ist, sie scheiben auch einen ziemlich guten Blog über ihre Weltreise der www.midlifecruiser.net heißt. Und das Beste war, Südamerika, ein Kontinent der uns noch bevorstand, hatten die Zwei schon bereist. So bekamen wir etliche guter Tipps und Stories. Was für ein schöner Abend!

Morgens wurden wir von Sonnenstrahlen geweckt. Der erste Blick an diesem Morgen aus dem Campervan war unbeschreiblich und das Gefühl welches ich dabei hatte auch. Dies ist ohne Zweifel einer der schönsten Weisen den Tag zu begrüßen. Ich war direkt voller Elan und zauberte ein leckeres Frühstück. Schließlich planten wir durch den großen Redwood zu wandern, da braucht man schon eine gute Grundlage mit Omlett und Toast.

Der Redwood war riesig. Es führten mehrere Wanderwege, mit verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden hindurch. Wir entschieden uns für das gesunde Mittelmaß (2-3 Stunden), da es zwischendurch auch nach Regen ausschaute.

Tipp: Wenn man vom Eingang des Parkplatzes den Wald erreicht wie die meisten, macht es erst den Anschein man müsste Eintritt bezahlen. Dies gilt allerdings nur für den gebauten Parkur der aus Hängebrücken von Baum zu Baum führt (Treewalk). Die Wanderwege am Boden kosten zum Glück nichts 😉.

Der Whakarewarewa Forest ist 56 pkm groß und befindet sich in der Stadt Routura. Er hat nicht nur die rießigen Redwoods sondern eine außergewöhnlich exotische Pflanzenwelt zu bieten, sowie tolle Aussichtspunkte. Die Einheimischen gehen hier ihren Outdoor-Hobbies nach wie Laufen, Mountainbiking, Reiten oder einfach mit ihren Hunden spazieren gehen. Ein ganz tolles Erholungsgebiet für jeden!

Die Fahrt ging weiter und wir fuhren ins stinkende…

 

Fortsetzung folgt.

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Hallo, ich bin Marina und bin fasziniert von anderen Kulturen. Ich reise für mein Leben gern durch andere Länder. Aus dem Grund habe ich beschlossen mit meinem Freund 1 Jahr lang um die Welt zu backpacken und Euch davon zu berichten.

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  1. Pingback: Die Gletscher von Neuseeland | Urlaubsbar

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