Weltreise_Neuseeland_way_to_Wellington_003

Taupo – eigentlich hätte man hier viel unternehmen können

Hallo ihr Lieben,

Vormittags hielt sich das Wetter noch einigermaßen, nur hier und da mal leichter Regen. Wir fuhren zu den Huka Falls. Den Waikato Fluss haben wir schon in Hamilton gesehen. Doch dort floss er ganz gemächlich. Er ist der größte Fluss in Neuseeland und an den meisten Stellen sehr breit. Doch vor Taupo muss der Fluss durch ein enges Tal aus Vulkanstein. 220 000 Liter pro Sekunde rauschen die 11 m hohen Huka Falls hinunter. Hier fasziniert nicht die Höhe des Wasserfalls, sondern die Wassermassen, das Volumen und die pure Naturgewalt.

Ich war wie hypnotisiert von den eisblauen Wassermassen. Und ich starrte eine ganze Weile in die Stromschnellen. Ich fühle mich winzig klein und hilflos. Aus einem unerfindlichen Grund genieße ich allerdings dieses Gefühl. Die Natur ist an dieser Stelle der Boss. Als wir gehen bin ich fast ein bisschen traurig, doch da wusste ich noch nicht das ich wiederkommen würde.

In der Nähe unseres Campingplatzes war ein 47m hoher Bungy Jump. Das besonderes an diesem Jump war die Location. Man springt in das Tal vom Waikato Fluss und darf unten kurz mit dem Kopf ins Wasser eintauchen. Wir schauten ein paar Leuten beim springen zu. Und ehrlich gesagt hätte es mich schon gereizt es auszuprobieren aber der Sparfuchs in mir rebellierte. Außerdem fing es auch im gleichen Moment an heftig zu regnen.

Den Rest des Tages waren wir im Campervan eingesperrt, da es schüttete wie verrückt. Wir nutzten die Zeit um an unserer Seite weiterzuschreiben.

Eigentlich wollten wir das berühmte Tongariro Crossing (Am Schicksalsberg von Herr der Ringe) machen. Allerdings standen die Wettervorhersagen sehr schlecht und man solle diesen Wanderweg von ca. 20km nur bei gutem Wetter machen. So entschieden wir uns direkt nach Wellington zu fahren und das Crossing auf dem Rückweg zu machen.

Vormittags war das Wetter wieder einigermaßen in Ordnung. Kurz bevor wir starteten wurden wir wieder von einem netten Neuseeländer angesprochen. Er gab uns den Tipp die Straße durch den Tongariro Nationalpark zu nehmen, da diese landschaftlich wesentlich interessanter ist und letztendlich würden ja alle Straßen Richtung Süden nach Wellington führen. Als er hörte das wir die Südinsel auch bereisen, war er völlig aus dem Häuschen. Er freute sich so sehr für uns, fast als würde er mitkommen. Ich sage es wieder, die Neuseeländer haben so eine tiefst ehrliche Art an sich, die ich in Deutschland sehr vermisse. Man hat das Gefühl, Neid und Missgunst existieren hier nicht. Natürlich folgten wir seinem Rat und hatten auch zwischendurch immer wieder gutes Wetter.

Auf dem Weg gingen wir in den Supermarkt Pack’n’save. Pipipause und Abendessen kaufen. Wir waren nach der langen Fahrt noch fit, da wir uns fleißig abwechselten mit dem Fahren und hatten vor bis Wellington durch zufahren. An der Kasse war ich wieder verzaubert von den netten Menschen hier. Die Kassiererin war so nett zu uns, fast als wären wir die ersten Kunden die sie jemals bedienen durfte. Sie führte ein ganz lockeres ungezwungenes Gespräch mit uns, während sie ihrer Arbeit nach ging und die Produkte scannte. Als sie hörte das wir nur auf der Durchreise sind und noch bis Wellington fahren wollten, wurde sie ganz besorgt. “Habt ihr nichts vom Zyklon Cook gehört?” Nein, schon wieder ein Zyklon! “Bitte stellt sicher, dass ihr bis 20 Uhr irgendwo sicher seid und nicht mehr auf der Straße unterwegs seid, dieser Zyklon wird sehr schlimm.” Wir bedankten uns und googleten erstmal. Tatsächlich, er soll heftig werden. Die nette ältere Dame, die ich am liebsten in meine Familie aufnehmen wollte, hat uns vor einer Kathastrophe bewahrt. Auch unsere neuseeländischen Freunde bei Facebook warnten davor. Somit planten wir kurzer Hand um und steuerten einen Campingplatz in Himatangi an der an der Westküste lag. Angekommen waren wir heilfroh denn es wurde immer stürmischer…

Fortsetzung folgt…

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Hallo, ich bin Marina und bin fasziniert von anderen Kulturen. Ich reise für mein Leben gern durch andere Länder. Aus dem Grund habe ich beschlossen mit meinem Freund 1 Jahr lang um die Welt zu backpacken und Euch davon zu berichten.

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  1. Pingback: Tongariro Crossing zweiter Anlauf und Taupo | Urlaubsbar

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