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Der Beginn in Myanmar (Yangon)

Hallo ihr Lieben,

Unsere Reise geht weiter…

Um 6 Uhr morgens haben wir uns schnell noch ein paar leckere Pancakes vom Buffet reingepfiffen und haben uns mit dem Taxi für 420 Baht zum alten Flughafen Don Mueng (hier starten die meisten Billigfluggesellschaften) fahren lassen. In Yangon also Myanmar gelandet, schaute ich mich schon nach sympathischen Backpackern um, mit dem Hintergedanken, dass wir uns mit ihnen das Taxi in die Innenstadt teilen könnten. Wir haben uns mit Geld eingedeckt und eine Simkarte gekauft haben (15 Euro für 10 GB Datenvolumen und 30 Min Telefonie). Es ist sehr empfehlenswert denn das WiFi in den Hotels oder Guesthouses ist nicht gut. Wir entdeckten einen Taxistand der mit fixen Taxipreisen lockte und im Vergleich zu den Taxifahrern die uns angequatscht hatten, echt viel günstiger war. Eine Amerikanerin habe ich noch überredet das Taxi mit uns zu teilen, so war alles wieder im Budget.

Schnell war uns klar das Yangon wieder völlig anders war als alles was wir so kannten. Es scheint als wäre die Zeit hier stehen geblieben. Viele Gebäude waren noch aus der Kolonialzeit. Sie sahen aber so aus als wären sie auch seither nie renoviert worden. An den Balkonen zur Straße hin waren Seilzüge befestigt um Einkäufe nach oben zu transportieren. Auf den Straßen herrscht hier reges Treiben. Hier merkt man das die Stadt für 500.000 Menschen gebaut wurde, doch 5.000.000 darin leben. Alles wuselt hin und her, Fahrradritschkafahrer, Hunde, Autos, Busse… beim überqueren der Straße riskiert man jedesmal sein Leben, da es hier kein Ampelsystem für Fußgänger gibt. So spazierten wir durch das Downtown und machten uns ein Bild von unserem neuen Zuhause auf Zeit.

An einem schönen Park testeten wir gleich mal das Streetfood in Myanmar. Leider weiß ich bis heute nicht was es genau war, denn Englisch sprach hier kaum einer, aber es k1600_weltreise_myanmar_yangon004war lecker. So saßen wir im Park, aßen unseren Snack und beobachteten die Einheimischen. Selten begegnete man Europäern. Ich studierte die Karte und schlug vor, uns in der City Mall abzukühlen. Dort angekommen, konnten wir keine City Mall finden. Nach genauerer Sicht der Karte musste ich lachen. „Ups da steht City Hall“ Also weiter durch die Hitze 😉 So fanden wir aber ein Mary Brown Restaurant (ähnlich wir KFC) in dem man auf Hollywoodschaukeln sitzend seine Burger genießen konnte. In einem Kiosk wollte ich mir noch etwas Kk1600_weltreise_myanmar_yangon005ühles zu trinken kaufen. Der Laden war so klein und niedrig, so dass ich vom Ventilator fast einen Kopf kürzer gemacht worden wäre. Der nette, ältere Mann im Kiosk schaute erstaunt und freudig zu mir hoch und fragte wie groß ich sei. Voll witzig…wir fallen hier auf wie bunte Hunde. Als Christian durch einen Handyladen spazierte, beobachtete ich die junge Verkäuferin wie sie Chris verfolgte und immer wieder auf die Zehenspitzen ging und mit den anderen hinter der Theke kicherte.

 

Wir liefen noch durch Chinatown und Indiatown…also wieder ein Marathon am ersten Tag. Tausende Eindrücke die kaum zu verarbeiten sind und einem der Kopf schwirrt. Tja, so ist das eben wenn man zu Zweit reist. Jeder muss sich eben ein bisschen an den Anderen anpassen. So will Christian immer alles sofort sehen und ich würde gerne öfter anhalten um zu genießen und zu beobachten. Meist finden wir aber ein gesundes Mittelmaß und motivieren und begeistern uns immer wieder gegenseitig. Aber definitiv hat reisen zu zweit auch viele, viele Vorteile und ich liebe den Kerl halt einfach 😉

Als ich morgens verschlafen aus dem Zimmer kam und mich quasi auf den offenen Flur streckte, merkte ich, dass ich aus dem Gebäude gegenüber beobachtet wuk1600_img_20161214_114716rde. Eine Schule war direkt gegenüber und die halbe Klasse kicherte und winkte mir begeistert zu. Auch beim Frühstück auf dem schmalen Balkon des Hostels konnte man schön in die Klassenzimmer schauen und den Unterricht beobachten. Die Tempel heißen hier Pagoden. Die erste Pagode die wir uns anschauten war die Sule Pagode. Hier wurde Christian von einem netten Studenten in ein nettes Gespräch verwickelt. Er erzählte uns viel über sein Leben, die Religion und die dazu gehörenden Rituale. Um bei einer Pagode richtig zu beten  muss man zuerst wissen an welchem Wochentag man geboren ist. Ich bin z.B. an einem Montag und Chris an einem Dienstag geboren. Denn pro Wochentag gibt es verschiedene Leittiere und Altare. So bin ich der Tiger und Chris ein Löwe. Besser als Obama, er ist ein Meerschweinchen. Das wusste er denn er war damals vor Ort als Obama diesen Tempel besuchte. Natürlich wollte er später ein bisschen Geld um neue Bücher zu kaufen, aber er hat es auf eine so nette Art gemacht das uns das nicht unangenehm war und wir haben ihm gerne Geld gegeben.

Danach fanden wir einen Bäcker und waren ganz gespannt was ein Bäcker in Myanmar so leckeres hat. Wir fanden auch schnell etwas leckeres und gingen damit zur Kasse. Da kamen aus der Backstube und allen Ecken die Mitarbeiter heraus um uns nett zu begrüßen und wir waren wieder die Sensation. Wir bezahlten und bekamen dann eine Tablett mit einer Nummer. Sprich uns wurde das Gebäck dann an den Tisch gebracht. Es war einfach witzig da wir die einzigen in dem Laden waren somit die Frage wozu die Nummer. Allgemein fällt auf das in den Geschäften und Restaurants immer sehr viele Mitarbeiter beschäftigt sind. Auch im Supermarkt…wir und geschätzt 3 weitere Personen in dem großen Supermarkt unterwegs und es sind tatsächlich permanent 8 Kassen besetzt, teilweise sogar zu zweit. Ein Traum eines jeden Deutschen.

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Weiter ging es zur großen Shwedagon Pagode (Pflichtbesuch!). Im davor gelegenen Park machten wir erst ein bisschen Pause da der Weg doch weiter war als vermutet. An dieser Pagode ließen wir uns richtig viel Zeit um die Atmosphäre zu genießen und den Sonnenuntergang zu sehen. Christian kam mit einem jungen Mönch ins Gespräch der total offen und interessiert war. Er sagte, er würde Deutschland bestimmt mögen, denn er mag es kalt. Lustig das man immer das will was man nicht hat. Auch die so ausgeglichenen anmutigen Mönche. Für eine Gruppe junger Mönchinnen waren wir wieder eine Attraktion. Sie wollten Fotos mit uns, voll süß. Besonders begeisterte mich das gesungene Gebet von einer anderen Gruppe von Mönchinnen. Eine ganz besondere Stimmung an diesem spirituellen Ort. So ging unser letzter Abend in Yangon schon zu Ende und die Reise geht weiter nach Pyay -ein echter Geheimtipp…

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Hallo, ich bin Marina und bin fasziniert von anderen Kulturen. Ich reise für mein Leben gern durch andere Länder. Aus dem Grund habe ich beschlossen mit meinem Freund 1 Jahr lang um die Welt zu backpacken und Euch davon zu berichten.

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  1. Pingback: Eintritte in Myanmar | Urlaubsbar

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